Abgeschickt von Werner Küpper am 20 Juni, 2006 um 13:09:39
Antwort auf: Erster Ausritt von Jürgen Heins am 26 Maerz, 2006 um 14:31:46:
Hallo Peter,
ich habe deinen Bericht gerade gelesen und konnte nicht widerstehen, Dir eine mail zu schicken. Weil... ich deine Freude sehr gut nachempfinden kann. AUch mir war es vergönnt meine restaurierte 741 B gerade im Januar diesen Jahres durch den TÜV zu fahren (nach 21 Jahren gemeinsamen Stillebens). Da gabs noch Eis und Schnee. Mein TÜV Prüfer war nicht so verwegen und hat nicht einmal verlangt den Motor anzuwerfen (was ich natürlich mit Vorliebe getan hätte),geschweige denn damit zu fahren.
Er hat verzweifelt nach der Fahrgestellnr gesucht (die ich dann auch gefunden habe), aber ansonsten ging alles völlig problemlos.
Meine erste Ausfahrt habe ich dann Pfingsten gemacht und das war wirklich ein Traum von einem Tag. 80 km haben wir abgespult mit Unterbrechung zum Kaffee trinken im Schatten einer wunderschön restaurierten Burg in Eicks (Eifel).
Erstes Bauchweh hatte ich erst gestern nachdem die Lichtmaschine ausgefallen war. Mit externer Hilfe habe ich das aber heute in den Griff bekommen. War nur ein Kurzschluss am Regler.
Ich habe vor am kommenden Wochenende am Indiantreff in Süddeutschland teilzunehmen. Vielleicht sieht man sich ja dort.
Herzliche Indianergrüße
Werner Küpper
: Erster Ausritt einer 741-B
: Indianzeit 24.03.2006 heute morgen um 8:30 hatte ich einen Termin in Pinneberg auf dem TÜV –Gelände beim Baurat.
: Moment Moment wir wollen doch der Reihe nach berichten.
: Gekauft im September 1999 bis Weihnachten zerlegt und dann Stück für Stück wieder zusammengebaut es wäre mühselig das alles zu berichten die ganzen höhen und tiefen habt ihr ja auch alle durchgemacht ODER
: Da ich für die Maschine keinen Brief besitze fing die ganze Schose schon drei Woche früher an, mit einem schreiben an das KBA in Flensburg, um eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zu beantragen.
: Ausfüllen und rein in den Umschlag Marke drauf und ab in den Kasten.
: Warten Warten Warten Warten Warten
: Ca. 14 Tage später klingelte das Telefon in der Fa. !
: Wer ist da dran meine verständnisvolle Indianerin
: Sie sagte mir das KBA habe keine Bedenken für eine Zulassung,
: ich konnte den Feierabend gar nicht abwarten.
: Beim lesen des Briefes habe ich mir einen Schluck Feuerwasser gegönnt.
: Am nächsten Tag habe ich mir dann gleich einen Termin geholt zum 24.03.2006 um 8:30
: sollte ich dann in Pinneberg sein.
: Die Nacht zum 24.03 war fürchterlich ich habe fast kein Auge zugemacht.
: Der nächste Morgen strahlender Sonnenschein Motorrad auf den Anhänger verladen und los ab nach Pinneberg.
: Motorrad abgeladen und in die Motorradzone geschoben, im laufe der Wartezeit kamen noch ein paar Fahrzeuge die Leute mussten erst einmal gucken was den dort so ROT leuchtet bevor sie sich angemeldet haben.
: So nun geht es los einer der Prüfer kommt auf uns zu ich gucke Ihn erwartungsvoll an
: und er geht einfach vorbei und sagt zu uns er muss erst noch den schnöden Opel machen und dann käme er zu uns ( kleine Galgenfrist ).
: Es ist soweit wir sind dran und die Fragen beginnen!
: Typ: Marke: Fahrgestell Nr.: Hubraum: PS: Usw.
: Der Prüfer hat sich dann noch Daten aus dem Netz geholt.
: Anschließend kam er mit Helm und Jacke zur Probefahrt raus
: und meinte wieso liefe das Motorrad noch nicht, er wolle jetzt in die Stadt zum Eis essen Ha Ha Ha Ha!
: Nach etwa zehn Minuten kam er mit einem fetten Grinsen wieder zurück
: und sagte:“ Ich habe selten ein so schönes Motorrad gefahren.“
: Ich fragte, ob es möglich ist ein ganz kleines Kennzeichen zubekommen,
: wieso sagte er, es ist doch ein sehr altes Motorrad und dafür gibt es nur das kleine, ihr wollt doch sicher kein Pizzablech und das Motorrad da mit verschandeln.
: Die Anmeldung war dann nur noch Routine. (In 2 Std. war alles erledigt.)
: Am Nachmittag bin ich zum ersten Ausritt aufgebrochen bei fünf Grad Plus.
: Es war unbeschreiblich!
: Gruß
: Jürgen Heins
: PS.: der Prüfer fährt selbst eine alt NSU von 1938