Indian News 74, 2004
Indianer bei Eindhoven gesichtet
Burkhard Stolls Bericht

Holland Am Pfingstwochenende veranstaltete der Indian Motorcycle Club Nederland sein Jahrestreffen in Waalre-Riethoven in der Nähe von Eindhoven auf einem großräumigen Campingplatzgelände. Wie bereits im letzten Jahr hatten Hans van Heesch und seine Mannen das Treffen sehr gut organisiert. Als ich am Samstag vormittags auf dem Gelände mit Squaw und unseren Hunden ankam, hatten sich bereits etliche Indianer mit ihren Stahlrössern unter dem Totempfahl des holländischen Clubs versammelt. Die Ausfahrt stand für 11.30 Uhr an. Ich suchte mir sofort einen Stellplatz für mein Wohnmobil, schnappte mir Lederjacke und Helm und begab mich zum Sammelpunkt. Dort standen schon ca.15 bis 20 Maschinen mit ihren Fahrern. Da ich wegen des Wohnmobils (ohne Hängerkupplung) meine Scout nicht mit dabei hatte, suchte ich nach einer Mitfahrgelegenheit. Die Ausfahrt wollte ich unbedingt mitmachen. Bei Uwe Illgner, der mit seinem Chief-Gespann direkt von Bausenhagen über eine Zwischenstation bei Hans zusammen mit Otto angereist war, wurde ich schließlich fündig. Sein Seitenwagen war zwar schon mit der Tochter von Hans besetzt, der Soziusplatz aber noch frei. Er bot mir spontan an mitzufahren. Holland Jacke an, Helm auf und los gings. Zwischenzeitlich hatten sich nun ca. 30 bis 35 Indianer mit ihren Maschinen gesammelt und die V-Twins zum Leben erweckt. Auch Uwe und Petra Ziesemann mit ihrem Powerplus-Gespann waren dabei. Bei strahlendem Sonnenschein brausten wir auf kleinen Nebenstrecken durch Holland und Belgien. Uwe gab seiner Chief die Sporen, diese zog uns ohne Mühe im Pulk durch die malerische Landschaft. Den Geruch von Benzin und Öl in der Nase näherten wir uns ca. um 13:00 Uhr der Gaststätte, in der Holland die Mittagsrast verbracht werden sollte. Nachdem alle Fahrer ihre Babysgeparkt hatten, kam Unruhe auf. Die Gastwirtschaft schien geschlossen zu sein. Dies obwohl Hans noch eine Woche vorher telefonisch den Termin nochmals abstimmte. Nach einiger Diskussion erfuhren wir dann, daß die Gastwirtschaft einen Tag vor unserem Eintreffen pleite gegangen sei. Prima. Wir waren durstig und hungrig und fingen so langsam in unseren Lederklamotten zu Schwitzen an. Heute hätte der Wirt doch noch ein schönes Geschäft machen können. Aber egal - die Tour wurde dann fortgesetzt. Wir fanden nach einiger Zeit ein nettes Restaurant und ließen es uns dort gutgehen. Ca. um 15.30 Uhr erreichten wir wieder das Gelände, auf dem das Holland Clubtreffen stattfand. Zwischenzeitlich waren auch Bernd Strempler, Peter Führmann, unser Presi mit Claudia und einige andere aus dem Ruhrpott angekommen. Marc hatte ein Problem mit seiner Kette schon in Duisburg, so dass er dann erst abends mit der Chief von seinem Bruder Till eintraf. Am Abend gab es ein hervorragendes BBQ in dem Restaurant des Campingplatzes. Nach der Preisverleihung, die Hans souverän in holländischer und deutscher Sprache moderierte, spielte Steve Sharrock auf. Eine gute Mischung aus Rock und Blues. Wir werden ihn in Speyer wiedersehen. Er begleitete die feiernden Indianer bis in die frühen Morgenstunden. Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet am Pfingstsonntag sattelten die meisten Indianer ihre Pferdchen. Ich schätze, dass von den ca. 75 Teilnehmern am Treffen ca. 15 Mitglieder des IMC beteiligt waren. Wir blieben dann mit Uwe und Petra noch bis Dienstag früh vor Ort. Ich kann das Treffen in Holland uneingeschränkt empfehlen, wir werden nächstes Jahr wieder mit dabei sein. Holland